… wie im Himmel!

Mehr als 130 Jugendliche mit ihren Betreuern aus den beiden hannoverschen Bezirken trafen sich vom 27. März bis zum 1. April in der Jugendherberge Goslar. „…wie im Himmel!“ war das Motto der diesjährigen Jugendfreizeit.

Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass es im Himmel stürmt, regnet, hagelt oder schneit und dabei bitter kalt ist. Aber das „nicht ganz so günstige Wetter“ tat der Fröhlichkeit keinen Abbruch. Es hatte lediglich zur Folge, dass die Aktivitäten fast nur im Haus stattfinden konnten. Trotzdem gab es ein reichhaltiges und buntes Programmangebot, sodass wohl jeder auf seine Kosten kam.

Dazu gehörte Sportliches wie Fußball und Brennball sowie Schwimmen im Hallenbad, Tischfußball und Unterweisung in Selbstverteidigung. Bastelfreunde konnten sich in der Kreativecke betätigen, Kreativität war auch beim Zeichenkurs gefragt und Geschick beim Strick- sowie beim Nähkurs. Zwischendurch konnte man sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen vertreiben. Die „Beauty-Farm“ sorgte für neuen Glanz. Chor- und Instrumentalmusik unterschiedlicher Art ließen die Seele wieder frei atmen und Gesprächsrunden mit geistlichem Inhalt führten zu neuen Erkenntnissen. Von Jugendlichen gestaltete tiefgründige Andachten berührten das Herz ebenso wie eine spirituelle Wanderung. Ein Bildbericht vermittelte Einblicke in die Missionsarbeit, und am Schluss des Tages konnte man noch Geschichten zur Nacht hören.

Ein Höhepunkt war der Jugendgottesdienst am Palmsonntag, dem das Bibelwort Matthäus 21, 10 zugrunde lag: „Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und fragte: Wer ist der?“ Jesus predigte gewaltig und tat Wunder. Aber die Menschen erkannten nicht seine göttliche Sendung. Und als sie ihre Hoffnungen nicht erfüllt sahen, kippte die Stimmung… Welche Erwartungen haben wir an Gott? Sehen wir nur auf Äußerlichkeiten oder sind wir durch Gottes Wirken innerlich berührt und folgen Jesus nach? Den Jugendgottesdienst leitete Hirte Carsten Fink, Diakon René Herzig und Hirte Rainer Hoffmann dienten mit.

Den Abschluss der Jugendfreizeit bildete am Dienstagabend ein Bunter Abend mit dem Titel "The Late Night Show". Verschiedene Jugendgruppen hatten ein zweistündiges tolles Programm mit Spielen, witzigen Showeinlagen und Musik erarbeitet; auch die Sieger der Sportturniere wurden gefeiert. Nachdem der letzte Hunger mit Hot Dogs gestillt war, begann die letzte Nacht. Sie war für die meisten ziemlich kurz….

Bei allen Aktivitäten und im Umgang miteinander bemühte sich jeder, das Motto der Jugendfreizeit auch zu leben. Hier eine Auswahl von „Wie-im-Himmel-Momenten“, wie sie jugendliche Teilnehmer beschrieben haben:

Wirklich jeder sieht fröhlich aus. Diese Gemeinschaft ist eine Familie. – Der Jugendchor klingt bestimmt so schön, wie Gottes Engelchor (oder besser…). – Ich kann sein, wie ich bin. – Ganz egal, wo ich mich im Leben aufhalte: Hier bin ich zu Hause. Und zu Hause ist es am schönsten. – Alle meine Freunde um mich! – Hier am Waldrand bläst mir der Wind ins Gesicht und alle Sorgen sind wie weggepustet. – Schöne, nachdenkliche, heitere Gespräche mit anderen Jugendlichen. – Der vernünftige Umgang miteinander. – Die Musik vermittelt viel mehr, als Worte sagen können. – Das Gitarrenspiel bei der Andacht war Seelenmassage.

Bei alledem nahm man den draußen tobenden Orkan kaum noch wahr. In der Gemeinschaft fühlte man sich geborgen – wie im Himmel…

Text: P.H. / Fotos: U.K., H.B., P.H.